Eingangsphase

Ein, zwei oder drei Jahre - die Unterstufe lässt den Jüngsten in der Eingangsphase die Zeit, die sie brauchen. Denn die Mädchen und Jungen kommen mit unterschiedlichen Kenntnissen und Fähigkeiten in die Schule. Einige von ihnen lernen schnell, andere brauchen mehr Zeit. Einige können vielleicht schon lesen, wenn sie in die Schule kommen, andere kennen sich in der Welt der Zahlen aus. Wieder andere lernen nicht so leicht.

Das Konzept der Eingangsphase nimmt genau darauf Rücksicht: Sie umfasst als pädagogische Einheit die ersten zwei Jahrgangsstufen und kann von den Schülerinnen und Schülern in einem, zwei oder drei Schuljahren durchlaufen werden. Entscheidend dabei ist die Lern- und Leistungsfähigkeit der Kinder. Schulanfängerinnen und Schulanfänger mit Auffälligkeiten im Wahrnehmungsbereich, der Sprache, der Konzentration oder auch im Lerntempo können - sofern erforderlich - bis zu drei Jahre in der Eingangsphase bleiben. Das dritte Jahr wird nicht auf die Gesamtdauer der Schulbesuchszeit angerechnet.

Ein rhythmischer Tageslauf, Naturerlebnisse und handwerklich – künstlerische Tätigkeiten ermöglichen es den Kindern körperlich, seelisch und geistig zu reifen. Durch das spielerische Umgehen mit Zahlen und Mengen werden Brücken zum Rechnen gebaut und im übenden Gestalten von Sprache Grundlagen für das Lesen und Schreiben gelegt. Gemeinsames Arbeiten an kleinen Projekten und der Umgang miteinander in einer kleinen Gruppe fördern die soziale Kompetenz und das Selbstvertrauen der Kinder. Damit werden Basiskompetenzen vermittelt und Lernvoraussetzungen geschaffen, die ein tragfähiges Fundament für das weitere schulische Leben bilden.

Die tägliche Schulzeit (Mo. – Fr.) beginnt um 7:45 Uhr und endet um 12:45 Uhr.

Bei Bedarf können die Kinder anschließend in der Offenen Ganztagsschule  betreut werden.

Unter- und Mittelstufe

Die intensive liebevolle Förderung der Kinder nach ihren individuellen Fähigkeiten wird in den ersten acht Schuljahren dadurch ermöglicht, dass kein Wechsel in der Betreuung der Klasse stattfindet.

In den ersten beiden Schulstunden, im Hauptunterricht, beschäftigen sich die Schüler und Schülerinnen für die Dauer von drei bis fünf Wochen mit nur einem Sachgebiet. In den so genannten Epochen gestalten sie sich ihre Lehrbücher in Form von Epochenheften selbst.

Die Fächer des Hauptunterrichtes sind je nach Klassenstufe sowohl Rechnen, Schreiben, Lesen, Deutsch, Sachkunde, Geschichte, Physik, Chemie als insbesondere auch Astronomie, Mineralogie, Wetterkunde, Perspektivisches Zeichnen und vieles mehr. Alle diese Fächer werden von dem Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin unterrichtet. Rezitieren, Musizieren, Aquarellmalen u. a. begleiten während der Klassenlehrerzeit jede Unterrichtsstunde.

Schon ab dem ersten Schuljahr lernen die Kinder nach dem Hauptunterricht Englisch und Französisch. Durch Nachahmung im rein Lautlichen erfassen die Kinder intuitiv das Wesen der anderen Sprache und werden durch diese in ihrer Entwicklung gefördert. Der Fachunterricht besteht zusätzlich u.a. aus Sport, Handarbeit, Werken, Gartenbau, Orchester, Religion und Eurythmie. Hinzu kommen vielfältige, mal einmalige, mal langfristige Unterrichtsprojekte.